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Bildungsgänge


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Vollzeitschule JoA - Jugendliche ohne Ausbildung

1. Bildungsgänge

- Ausbildungsvorbereitende Bildungsgänge mit Vollzeitunterricht

- Berufsorientierungskurs (BoK) / Lehrgang zur Ausbildungsvorbereitung (LAV)

- Berufswahlvorbereitungskurse mit Sprachförderung / Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

- Ausbildungsvorbereitende Bildungsgägne in Teilzeitform (sogenannte WK-Klassen)

2. Zielgruppen

Die ausbildungsvorbereitenden Bildungsgänge werden von Schulpflichtigen besucht, die eine allgemeinbildende Schule besucht haben, ihren Bildungsgang nicht in einer anderen Vollzeitschule fortsetzen wollen oder können und
- nicht in eine Berufsausbildung eintreten konnten oder
- ihre Ausbildung abgebrochen haben und nicht sofort wieder eine andere geeignete Ausbildung aufnehmen können.

3. Pädagogisches Konzept

In allen Maßnahmen geht es tendenziell um die Verzahnung berufsorientierter Anforderungen einerseits und der individuellen Förderung jedes einzelnen Jugendlichen.
So werden auf der Grundlage von Kompetenzfeststellungsverfahren individuelle Förderpläne entwickelt, die an den verschiedenen Elementen von Handlungskompetenz( Fachkompetenz, Sozialkompetenz/Individualkompetenz, Methodenkompetenz) anknüpfen.
Dokumentiert wird in der Folge die jeweilige Lernentwicklung des Einzelnen in einem individuellen Förderplan, der auf Vereinbarungen zwischen Schule und Jugendlichem beruht.
Dabei bestimmt die jeweilige Fachpraxis des Berufsfeldes die Inhalte. Kundenaufträge werden zu Projekten und daraus die Theoriebildung abgeleitet. Bezug genommen wird hierbei auf die jeweiligen ausbildungsrelevanten Lernfelder. Die curriculare Implementierung geschieht über die Isolierung von Lernsituationen und deren unterrichtsrelevanter Aufarbeitung.

Vier Prinzipien liegen der pädagogischen Konzeption zu Grunde:

1. Ganzheitlichkeit

Sie meint, wie bereits angedeutet, die Wahrnehmung des Jugendlichen in seiner Lebenswelt. Individuelle Schwierigkeiten resultieren häufig aus den persönlichen Sozialisationsbedingungen jedes Einzelnen und erfordern unbedingt ihre Berücksichtigung.

2. Zielgruppe

Die ausbildungsvorbereitenden Bildungsgänge werden von Schulpflichtigen besucht, die eine allgemeinbildende Schule besucht haben, ihren Bildungsgang nicht in einer anderen Vollzeitschule fortsetzen wollen oder können und
- nicht in eine Berufsausbildung eintreten konnten oder
- ihre Ausbildung abgebrochen haben und nicht sofort wieder eine andere geeignete Ausbildung aufnehmen können.

3. Partizipation

Jugendliche müssen erfahren, dass sie Einfluss auf das haben, was an Aufgabenstellungen an sie herangetragen wird. Sie sind am Prozess aktiv beteiligt, haben die Möglichkeit Erfahrungen und somit auch Fehler zu machen. Durch eine starke Handlungs- und Produktorientierung eröffnen sich Möglichkeiten mit Hilfe derer es gelingt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen bzw. zu stabilisieren.

4. Individualisierung

Die Anforderungen an den Jugendlichen werden bewusst an seinen vorhandenen Kompetenzen ausgerichtet. Kleine überschaubare Arbeitsschritte führen zu Erfolgserlebnissen und motivieren auch für komplexere Aufgabenstellungen nachhaltig. Defizite werden so gemäß dem individuellen Förderbedarf sukzessive ausgeglichen.